Zündstoff oder Tankstoff ???

Wut kann unter Umständen dafür sorgen, dass wir eine Art Zündstoff in uns tragen, der nach und nach alles um uns herum anzündet.

Zudem kann es ebenso Tankstoff sein, der den Motor überhaupt antreibt, du kannst natürlich Wasser nehmen oder Luft – Strom oder Knallgas…

Alles hat die einfache Bedeutung deine Wut umzuwandeln und etwas ins Laufen zu bringen.

Wie wir das machen, hängt davon ab, was wir in uns verbrennen wollen…

Hast du zB wie ich, einen Vater der dir Nichts, Null, Niente, absolut gar nichts zutraut oder zugetraut hat, dann wirst du alles daran setzen, erst die Wut in dir zu kompensieren, dies verläuft in der Regel so ab, das wir uns noch um einiges mehr anstrengen, es ihm Nicht Recht zu machen, nämlich zu beweisen, das wir sehr wohl was drauf haben und das lässt dich zu Höchsttouren animieren.

Unter den benannten Umständen, kannst du deinem Vater sehr wohl dankbar dafür sein, denn ohne ihn, hättest du dich nicht in eine andere Richtung entwickelt und wärst deinen eigenen Weg gegangen.

Bei deiner Mutter kann es gut sein, das sie dich einfach nicht rangelassen hat, ihr zu helfen, sie zu unterstützen, dann macht dich das umso wütender, wenn sie meckert, keine Zeit zu haben ect.

Die Frage ist was erschaffen wir mit diesem Mangel und deren verbundenen Kompensationen in der Welt um uns herum ?

Ich habe nur ein Beispiel geliefert, das ich selbst erlebt habe und daher mit Sicherheit sagen kann, was daraus entsteht.

Es entsteht Wut in  allen Formen, die dir dann gezeigt wird, du wirst nur gebraucht und hängen gelassen, denn das ist es was du mit dir tatest.

Du traust dir nichts wirklich zu und verlierst spätestens beim letzten schliff den Mut völlig, denn insgeheim haben Eltern ja immer Recht.

Kannst du das Muster erkennen?

Erst wollen wir dagegen arbeiten, dann dafür, das ist die Diskrepanz die sich in unser aller Leben immer wie ein roter Faden durchzieht.

Nun die Lösung, sie ist einfacher, wie du jetzt vielleicht annimmst.

Nehmen wir mal an, es kommt keiner zu einem Tag, der dir sehr wichtig erscheint, dann bist du wütend, oft öfters, noch öfters… doch irgendwann rechnest du damit, stimmt`s?

Wie wäre es mal, mit folgender Änderung deiner Einstellung ?

Die verpassen mich. Ich freue mich nicht wenn ich keinen sehe, es macht mich traurig und das ist es was ich schon einmal spürte… bei meinen Eltern.

Immer wenn ich zu ihnen kam, dann wurde an mir gezweifelt oder ich Außen vor gelassen, habe kein Mitspracherecht und zusammen sein können sie ja mit mir nicht, ohne mir dies immer und immer wieder zu zeigen…

Nun die alles entscheidende Frage ?

Hast du in dir den Fehler erkannt ? Wenn nicht, dann noch mal rein; Es zeigt sich dir ein Bild von einem Kind, das alles für alle Recht machen wollte und eines Tages anfing, seine Eltern zu hassen, da nie etwas zurückkam, kein Lob, keine Anerkennung für die Bemühungen, für das, dass du  dich ständig angeboten hast und nun sind wir an einem Punkt, der essentiell für dich ist.

Sie lieben mich nicht, ich kann doch keinen Menschen lieben, der nicht geliebt wird – fataler Irrtum !!!

Wenn du diesem kleinen Mädchen, diesem kleinen Buben jetzt die Liebe schenkst, sie oder ihn einladest, in allem Mitspracherecht zu haben und erklärst, das deine Eltern dir es so beibrachten, so reagierten, weil sie es ebenso vorgelebt bekamen, verliert sich sehr schnell deine Wut…

Nun ein abschließender Aspekt:

Ich danke für die Wut, die ich in mir hatte / habe, denn sie hat mich zu einem engagierten, feinfühligen und emotional interessierten Menschen gemacht. So durfte ich diese Zeilen finden und kann mich davon selbst befreien.

Ein Hoch auf deine Eltern ! Sie haben mit dir alles richtig gemacht, denn falsch gibt es nicht, was wäre falsch daran, dich ständig zu ermutigen ?

Ganz einfach, es würde erneut viel Druck auf dir lasten, das natürlich in einigen Fällen sehr wahrscheinlich passierte… erinnere dich, egal ob sie dich ermutigten oder dich runter machten, sie liebten dich immer, denn ein Kind das sich in den Eltern zu finden versucht, wird nie gewinnen können !!!!

Kein Papa und keine Mama, kein Opa, keine Oma, kein Erzieher, keine Erzieherin, kein Mensch ist fehlerfrei und das ist gut so, denn du bist es ebenso wenig und kannst nun getrost vergeben, das du es erwartet hast, von Dir und von der Welt <3

in Liebe, eure Time :*



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