Pflegebedürftig

Hallo Ihr Lieben, heute werde ich euch eine banale Situation schildern, wie sie oft vorkommen kann. Was daraus an Ursachen erwächst und wie wir Diese erkennen können…


Es geht um eine alte Dame, sie ist ein Pflegefall und bekommt Besuch von ihrem Enkel, sie möchte nicht vor ihrem Enkel als hilfsbedürftig da stehen, doch sie muss gewaschen und gewindelt werden. Diese Dame, wird Zuhause gepflegt, von der Frau ihres Sohnes. Ich nenne diese Dame ab nun Oma, die Frau des Sohnes Tante, damit wir es realer nachvollziehen können.


Oma ist die Beste, das steht überall, dann wird es wohl so sein, dachte das Mädchen, das ihre Oma besucht, als Oma auf das Töpfchen muss, war das ein befremdlicher Anblick, doch wir waren alle mal klein und das Mädchen dachte, das es im Alter wohl wieder rückwärts geht. Also ging sie einfach raus, aus dem Zimmer und hat sie nicht weiter gestört, doch dann redete die Tante die Oma genervt an; in etwa: "hast dich schon wieder eingekackt, du weißt ich hab noch mehr Kinder, kannst du das nicht machen, wenn ich mehr Zeit habe" ect… alles war nicht mehr zu vernehmen.


Oma hatte sich geschämt, denn es gab mehr als 8 Kinder zu versorgen, für die Tante. Sie wollte ihr keine Last sein, also sagte sie: "Es tut mir leid". Das Mädchen als Enkel kannte keinerlei andere Gedanken als Diese und nahm es einfach hin. Sie wollte die Oma, den Tag darauf wieder besuchen, da kam sie in das Zimmer, als Oma mit der Schnabeltasse gefüttert , mit einem viel zu großen Löffel Essen hingehalten wurde, wodurch immer etwas daneben fiel, das mit einem Latz abzuwischen war. Immer wieder wurde an einem Beutel angestoßen, während des Fütterns. Es war ein Katheder, wie es später erklärt wurde, folglich war Oma nicht mehr in der Lage Wasser zu lassen und alleine groß zu machen. Das Mädchen, war stolz darauf es gerade gelernt zu haben, nun sah sie das und dachte, wenn sie älter ist, dafür beschimpft werden würde und es lieber lassen sollte..


Dies nahm ungeahnte Züge an, doch nun erstmal mit der Situation weiter fortfahren.


Oma, hatte immer ein offenes Ohr und viel Zeit, ganz anders wie die anderen Erwachsenen, da sie immer angeblich keine Zeit hatten, Oma war immer da, sie konnte nie alleine weg, sie war angewiesen, doch das war in den Hintergrund getreten.


Wichtig, war für das kleine Mädchen, sie war für sie da und hörte ihr zu, lächelte sie an, wenn auch ohne Zähne, doch ihr Lächeln war reinste Liebe, nach dem sich das Mädchen so sehr sehnte. Nun das Mädchen, fühlte sich schlicht und ergreifend verstanden, geborgen und geliebt, bei ihrer geliebten Oma.


Nun hat sich das Mädchen wieder im normalen Alltag von Mama und Papa ( geschieden) eingefunden, es war eines ganz klar zu spüren, sie hatten sich nicht mehr lieb, das war sehr schlimm, für sie, doch was sie dann zu hören begann, war schier unbegreiflich schön, sie waren sich einig: Oma ist die Beste, nun das Mädchen konnte egal, was sie immer tat, nie alles richtig machen und wurde sehr häufig übersehen, da beschloss sie einfach wie Oma sein zu wollen...


Als eine Tages die geliebte Omi starb, hatte sie die Gelegenheit für Mama  da zu sein, vollständig ergriffen und hat sie getröstet, am Grab und immer, wenn das Mädchen spürte, das Mama wieder an sie dachte. Bis sie eines Tages sagte: "Du hast das Lächeln und den Mund von Oma, es erinnert mich an sie", das war ihr ganzer halt, dachte sich das Mädchen, also weiter dabei bleiben.


Nun ging das Mädchen zur Schule und dort erging es einigen Schülern ähnlich, sie verloren ihre Omis oder Opis und das Mädchen, nahm sich allen an und tröstete sie. Sie hatte sich allen angeboten und sich vollständig vergessen. Denn das Pausenbrot bekamen hungrige und das sie selbst hungrig war, war nun unwichtig. Sie wollte ja mit aller Kraft die Beste sein, so wie Omi !


Nun, hat sich das Mädchen überall zurückgenommen und hatte Stuhlgang Probleme, konnte nicht lange laufen, nicht lange stehen, ohne das ihr der Kreislauf versagte, sie wurde ausgelacht, weil sie nicht mehr mithalten konnte und hat sich dafür geschämt, das sie war, wie sie war. Sie hatte doch alles gegeben ? warum wurde sie ausgelacht und beschimpft, nicht ernst genommen. Alle waren da, wenn es ihnen schlecht ging, doch niemand war für sie da…


Das Mädchen wurde stumm, traute sich nicht, aber auch absolut gar nichts mehr selbst zu und verlor jede Art von Gleichgewichtssinn und Orientierung. Sie half doch immer wieder, obwohl sie sich dafür irgendwann in den Arsch beißen hätte können, denn sie bekam nichts zurück, das war ihr absolut schon bewusst. Doch sie konnte nicht anders und ergab sich diesem Schicksal.


Nun kam es zur Lehre und jeder hatte Ausbildungsplätze bekommen, nur sie musste betteln lassen, ihr Vater hatte sich stark gemacht, doch dort angekommen, ging das Fiasko weiter, sie gab alles, wurde übergangen, nicht gesehen, sogar noch ausgelacht. Das Spiel wiederholte sich in allen Arbeitsstellen, Freundschaften und in vielerlei Beziehungen. Doch sie wusste nicht warum und wurde bitterböse auf sich selbst, was hat sie nur angestellt, dass sie machen konnte was sie wollte und nicht gesehen wurde ??

Das Mädchen verlor alles, was es hatte, Arbeit, Gesundheit, Freunde und die Familie kam nur wenn etwas anstand, Geburtstag ect. Das war kein Leben mehr, doch irgendeinen Grund musste es haben, hier zu sein ?? ja sie dachte, es war ihr Plan, hier zu helfen, weil es andere nicht erkennen, wann sie Hilfe bräuchten und wann nicht. So mischte sich das Mädchen in alles ein, hat ungefragt Ratschläge gegeben und immer Verdruss geerntet.


Ihr könnt euch sicherlich in der ein oder anderen Folgesituation wiederfinden… es geht darum sich nicht weiterhin zurückzunehmen, sich nicht zu unterdrücken, sich wahr zu nehmen und nicht alles für andere tun zu wollen, für das Mädchen, war es klar ein Ausgleich, sie wollte die Ungerechtigkeit ihrer Oma ausgleichen, doch hatte Verständnis für die Tante und wenn wir uns entscheiden müssen, vom Gewissen her, dann wollen wir alles jedem Recht machen, was am wenigsten mit uns zu tun hat.


Das Mädchen wollte für alle da sein, weil sie sah, dass die Kinder das selbe mitmachten wie sie, kaum Zeit… ihre Oma übersehen wird, weil sie sich schämt, ihrer Schwiegertochter noch mehr Arbeit aufzuhalsen und gleichzeitig Zeit zu stehlen. Das Mädchen sah wie Oma angewiesen war und wollte helfen, konnte es nicht, da sie zu klein war und das hat sie dazu veranlasst, es auf später zu verschieben, ich möchte es besser machen, ich möchte einfühlsamer sein ect. Das Problem ist, dass das Mädchen sich vergessen hatte, weil sie niemand abgelenkt hat und ihr niemand erklärt hatte das es besser ist raus zu gehen zum Spielen, doch was wäre dann ?? Sie könnte die Oma nicht besuchen,  wie könnte diese Situation nie entstanden sein ?


Was ich aus meiner Praxis mit Betroffenen gelernt habe ist, niemals zu fragen, was wäre wenn, denn darin verhaften wir uns in Dinge, die keinen Sinn machen, denn das Denken hat das Mädchen und die vielen Seelen da erst hingebracht, wo sie jetzt stehen. Folglich wird denken uns von Da, nicht befreien können. Ich kann euch sagen, es ist wichtig euch gewahr zu machen, das es nicht jeder einzelne Freund ist, der euch Scheiße behandelt, sondern ihr selbst, weil ihr etwas was in euren Augen nicht gerecht war, auszugleichen versucht. Doch die Menschen die wir treffen, zeigen uns nur unser Spiegelbild, wie es im Inneren in uns aussieht und daraus dürfen wir lernen. Gott schickt uns diese Engel um uns wahrhaftig ausgleichen zu können !!!


Ihr nennt sie Arschengel, ich nenne sie Gottes Boten <3


Vielen Dank fürs lesen ! eure Time :*


ich wünsche Euch ein Wunder gefülltes Wochenende ! jeden Samstag gibt es im Newsletter für die kommende Woche eine Karte und unter dem Reiter Hör Mich  findest du eine aufbauende Geschichte, von mir vorgetragen. Viel Freude !

 

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